Befürchten Sie Ihr Kind hat Magersucht? Machen Sie sich Sorgen um das Essverhalten Ihres Kindes? Hat sich das Gewicht Ihres Kindes in letzter Zeit deutlich verändert? Führt das Thema „Essen“ zum Streit in Ihrer Familie?

Essstörungen im Kindes- und Jugendalter: Magersucht & Bulimie

Magersucht kann eine von vielen Ursachen für Veränderungen im Essverhalten Ihres Kindes sein. Zum Beispiel können Stress in der Schule, Liebeskummer, Entwicklungsschübe oder vorübergehende Erkrankungen zu Veränderungen der Essgewohnheiten führen. In einigen dieser Fälle wird sich das Essverhalten jedoch nach einiger Zeit wieder normalisieren ohne dass ein Handlungsbedarf besteht.

Dennoch gibt es Verhaltensweisen, die über das normale Maß hinausgehen. Hierzu zählen wählerisches Essen, insbesondere die Auswahl von hauptsächlich kalorienarmen Produkten. Zudem kann das regelhafte Auslassen von Mahlzeiten auffällig sein. Auch der Verzicht auf Desserts und Süßspeisen und ein ausgeprägtes Sportpensum können Anzeichen einer Essstörung sein. Es wird zwischen der Magersucht (Anorexia nervosa) und der Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) unterschieden. Der Beginn beider Erkrankungen liegt meist in der Pubertät, Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen.

Erkennen Sie das Verhalten Ihres Kindes in den folgenden Beschreibungen wieder? Oder ist Ihr Kind deshalb bereits in Behandlung und Sie wünschen sich Unterstützung? Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf und vereinbaren Sie ein unverbindliches Kennenlerngespräch zur psychologischen Online-Beratung.

Bei der Magersucht wird die Nahrungsaufnahme stark eingeschränkt. Foto: Alina Karpenko/Unsplash

Kennzeichen der Magersucht

 

Kinder und Jugendliche mit einer Magersucht verzichten üblicherweise auf Lebensmittel, die im Allgemeinen als „hochkalorisch“ gelten. Hierzu zählen insbesondere fettreiche Speisen, Süßigkeiten, Gebäck und Fast Food. Sie haben den Anspruch sich besonders „gesund“ zu ernähren. Damit schränken sie das Spektrum der „erlaubten“  Lebensmittel immer stärker ein (hauptsächlich Obst, Gemüse, Joghurt etc.). Es ist eine deutliche Reduktion der Nahrungsmengen pro Mahlzeit zu beobachten. Nicht selten werden Mahlzeiten komplett ausgelassen. Dabei verwenden die Kinder und Jugendlichen oft fadenscheinige Ausreden oder schwindeln sogar. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen essen sehr langsam und entwickeln mitunter eigentümliche Essrituale.

Als Folge nehmen sie deutlich an Gewicht ab und es kann zu einem augeprägten Untergewicht kommen. Dieses soll häufig durch das Tragen weiter Kleidung kaschiert werden. Trotz der Gewichtsabnahme findet keine Normalisierung des Essverhaltens statt, es scheint nach unten hin keine Gewichtsgrenze zu geben.

Typisches Kennzeichen der Bulimie sind wieder-kehrende Essanfälle. Foto: Alina Karpenko/Unsplash

Kennzeichen der Bulimie

 

Charakteristisches Merkmal der Bulimie sind Heißhungerattacken. Dabei essen die Betroffenen in kurzer Zeit sehr große Mengen hochkalorischer Speisen. Mitunter werden diese „Essanfälle“ vorgeplant, d.h. es wird extra dafür eingekauft.

Nach dem Essanfall ist die Angst vor eine Gewichtszunahme so groß, dass einer Gewichtszunahme entgegensteuernde Maßnahmen angewendet werden. Dazu gehört beispielsweise Erbrechen, exzessiv Sport treiben, die Einnahme von Abführmitteln oder anderen Medikamenten oder Diäthalten.

Es besteht der starke Wunsch zur Gewichtsabnahme, aufgrund der Heißhungerattacken liegt das Gewicht jedoch meist im normalen Bereich.

Auswirkungen der Magersucht und Bulimie

Die Kinder und Jugendlichen mit Magersucht und Bulimie haben ein verzerrtes Körperbild. Meist überschätzen sie die eigenen Körpermaße enorm. Somit sehen sich  sehr viel dicker, als sie tatsächlich sind („Körperschemastörung“). Daher dringen andere Argumente und Sichtweisen bezüglich der Figur oder des Gewichts nicht zu ihnen durch. Sie sehen sich im Spiegel als zu dick und rechtfertigen somit ihr Essverhalten. Zudem kommt es vor, dass sich die Kinder und Jugendlichen übermäßig mit dem Essen beschäftigen. Dies zeigt sich zum Beispiel darin, dass sie Kochrezepte sammeln oder leidenschaftlich und hingebungsvoll für andere kochen, jedoch selbst nichts oder nur sehr wenig von den zubereiteten Speisen essen.

Die Problematik führt oft dazu, dass sich die Betroffenen aus dem sozialen Leben zurückziehen. Sie möchten Situationen vermeiden, in denen sie mit anderen essen müssten. Häufig wird der Rückzug auch dadurch verstärkt, dass sie eine depressive Symptomatik entwickeln. Weil sich die Gedanken nur noch um das Thema Essen und Abnehmen drehen, kann es zu Konzentrationsschwierigkeiten und Leistungseinbußen in der Schule kommen. Letztere können durch die oft perfektionistischen Charakterzüge der Personen lange kompensiert werden.

Sowohl die Magersucht als auch die Bulimie haben verheerende körperliche Auswirkungen (etwa Herz-Rhythmus-Störungen, Verschiebung der Blutsalze oder Störungen des Hormonhaushalts, welche z.B. zum Ausbleiben der Periode führen können). Deshalb  ist es notwendig frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Eltern sind oft hilflos

Im Familienalltag werden gemeinsame Mahlzeiten zunehmend angespannter und es kann immer wieder zu Konflikten kommen. Oftmals versuchen Eltern die speziellen Wünsche Ihres Kindes bei den Mahlzeiten zu berücksichtigen, damit es wenigstens etwas isst. Doch auch das führt meist nur kurzfristig zu einer Entspannung. Denn schon bald kommt es aufgrund der Magersucht oder Bulimie zu weiteren Einschränkungen. Es kann passieren, dass die Essstörung das ganze Familienleben bestimmt. Dies ist auf Dauer sehr anstrengend und kräftezehrend. Viele Eltern fühlen sich ängstlich, hilflos und ohnmächtig. Sie wissen nicht, wie sie ihr Kind am besten auf die Schwierigkeiten ansprechen oder es unterstützen sollen. Auch Gefühle wie Wut oder Zorn können bei den Eltern oder anderen Familienmitgliedern entstehen.

Der tagtägliche Kampf mit der Magersucht oder Bulimie hinterlässt Spuren bei allen Beteiligten. In dieser schwierigen Zeit stellen Eltern die Bedürfnisse Ihres Kindes verständlicherweise an erste Stelle. Ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse sind jedoch nicht weniger wichtig. Im Gegenteil: um weiterin eine stabile Unterstützung für Ihr Kind sein zu können, ist es wichtig, dass Sie Ihre eigenen Interessen, Meinungen und Bedürfnisse ernst nehmen und pflegen.

Psychologische Online-Beratung für Eltern von Kindern mit Magersucht & Bulimie

Die psychologische Online-Beratung kann Ihnen helfen, das Leben mit Ihrem kranken Kind zu meistern. Was ich Ihnen biete:

Braucht mein Kind Hilfe?

Wenn das Essverhalten oder Gewicht Ihres Kindes Ihnen Sorgen bereitet, nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf. Sie können die aktuelle Situation und das Verhalten Ihres Kindes beschreiben. Ich gebe Ihnen eine Einschätzung, ob und wenn ja welche weiteren Schritte notwendig sind. Insbesondere wie Sie das Gespräch mit Ihrem Kind suchen können, was es dabei zu beachten gilt und ob Ihr Kind professionelle Unterstützung bekommen sollte, können wir besprechen.

Fragen zu den Krankheitsbildern Magersucht & Bulimie

Ihr Kind ist bereits wegen einer Essstörung in Behandlung und Sie haben Fragen zum Krankheitsbild, zur Entstehung und zur Behandlung?
Nutzen Sie die psychologische Online-Beratung um zeitnah und flexibel Antworten auf alle Ihre Fragen zu erhalten. Ich stehe Ihnen mit meinen Erfahrungen aus der Arbeit auf einer Spezialstation für Essstörungen gerne zur Seite!

Mehr Kraft im Alltag

Der/die Behandler/In Ihres Kindes hat Ihnen empfohlen psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen? Oder Sie möchten selber etwas für sich tun? In der psychologischen Online-Beratung entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie Sie in Ihrem Alltag mehr für sich sorgen und Kraft schöpfen können und wie Sie Ihr Kind damit optimal unterstützen.

Ihre Rolle in der Erkrankung

Sie möchten reflektieren, welche Rolle Ihr Verhalten in Bezug auf die Schwierigkeiten oder die Erkrankung Ihres Kindes spielt? In der psychologischen Online-Beratung können wir gemeinsam herausfinden, welche Komponenten zum Verhalten Ihres Kindes beitragen.

Ich bin Isabelle Hennig und ich bin Psychologin (M.Sc.). In meiner Zeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Uniklinik Dresden habe ich auf der Spezialstation für Essstörungen gearbeitet.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Eltern ganz nachvollziehbar selbst psychisch belastet waren. Im Trubel des Familienalltags und verbunden mit den zusätzlichen Terminen und Wegen aufgrund der psychischen Erkrankung des Kindes fehlte jedoch die Zeit dafür, auf sich selbst zu schauen und gut für sich zu sorgen.

Mit meiner Online-Beratung biete ich Eltern mit einem psychisch erkrankten Kind professionelle psychologische Unterstützung, bequem von zu Hause aus, ohne Warte- und Fahrzeiten.

Nehmen Sie auf dem untenstehenden Kontaktformular Kontakt zu mir auf und wir vereinbaren ein unverbindliches und kostenfreies 20-minütiges Kennenlerngespräch. Sie können mir Ihr Anliegen schildern und wir besprechen, wie ich Sie unterstützen kann.

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